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Freiwillige Feuerwehr Niederlungwitz |
Nach der Gründung der FFW Niederlungwitz im Jahre 1933 trat der Wunsch bei den Kameraden auf, eine eigene Feuerwehr - kapelle zu besitzen. So kam es 1936 zur Gründung der Kapelle.
Zu den Gründern gehörten die Kameraden:
1938 traten die Kameraden Gerhard Körner und Alfred Schnabel in die Kapelle ein.
Zur Anschaffung der Instrumente mußte ein Darlehen aufgenommen werden, die zinsen wurden von den Mitgliedern der Kapelle bezahlt.
Es wurden Noten gekauft, später ließ sich die Kapelle ihre Noten schreiben, alles auf Kosten der Kapelle.
Aus der Bekleidungskasse der Wehr wurden 355,- RM für Uniformen und 25,- RM für Noten zur Verfügung gestellt.
Mit Begeisterung ging man daran, die Noten, die Musik zu erlernen.
Es wurde fleißig geübt, am Anfang jede Woche ein- bis zweimal; und die wöchentlichen Übungsstunden hat die Kapelle bis zu ihrer Auflösung beibehalten!
Erste Lehrmeister zur Erlernung der Musik war der Kapellenmeister Kurt Heft und der Musikfreund Hugo Götze aus Glauchau.
Wochenlang wurden Tonleitern geblasen, bis schließlich der erste leichte Walzer entstand.
Die Freude an der Musik stieg mit wachsendem Können und der kameradschaftliche Zusammenhalt innerhalb der Kapelle und zur Wehr entwickelte sich.
In vielen ungezählten Stunden haben sich die Kameraden der Kapelle das Können angeeignet, was notwendig war, um als Blaskapelle zu den unterschiedlichsten Anlässen auftreten zu können.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahm Kamerad Johannes Bauch die Leitung der Kapelle. Durch die Kameraden Bruno Polster und Viktor Richter verstärkte sich 1946 die Kapelle.
Sie wuchs schließlich bis auf eine Stärke von 18 Musikern im Jahr 1971 an. Hinzu kamen die Kameraden
Es war die große Zeit der Feuerwehrkapelle. Mit der Musik hat sie sich überall beliebt gemacht, nicht nur in unserem Ort, sondern auch weit über die Grenzen des Kreises hinaus. Zu Veranstaltungen der Feuerwehr, zum Fasching, bei Dorffesten, Sportveranstaltungen, in Gartenvereinen, Krankenhäusern, Altersheimen, zum 1. Mai, überall erklangen die Klänge der Kapelle.
Neben den wöchentlichen Übungsstunden war die Kapelle beispielsweise 1962 zu 22 Veranstaltungen aufgetreten, ähnlich war es in den anderen Jahren. Ein Höhepunkt war das Konzert zum 40jährigen Jubiläum unserer Wehr im September 1973 "im Wechselburger Hof".
Würdig gefeiert wurde das 40jährige Bestehen der Feuerwehrkapelle. Am 11. September 1976 fand dazu eine Festveranstaltung im "Kulturhaus" statt und am 12. September 1976 eine Schauübung der Wehr, verbundem mit einem Frühschoppen mit der Kapelle.
Leider begann nach dem 40jährigen Bestehe der altersbedingte Auflösungsprozeß der Kapelle.
Alle Versuche der Wehrleitung, des Rates der Gemeinde und der Kapelle selbst zur Verjüngung scheiterten.
Es waren zu dieser Zeit keine Bürger bereit, auf freiwilliger Basis und unentgeltlich in der Kapelle zu musizieren.
So kam in den Jahren 1982/84 das endgültige "aus" für die Kapelle.
Es verbleibt uns an dieser Stelle, nochmals allen Kappellenmitgliedern zu danken für die vielen schönen Stunden, die sie uns durch ihre Musik bereitet haben.